Lenkkopflager

Aus XS11 Schrauber WIKI

Wechseln zu: Navigation, Suche

Nachdem ich mich mit Emil Schwarz während des Einbaus seiner Lenkkopf- und Schwingenlager in meine Martini lange unterhalten habe und zugeschaut habe, was er tut, möchte ich ein paar Dinge zu den Lagern sagen:

Die Lager von Emil Schwarz sind gut und clever konstruiert. Ich glaube aber, dass die deutliche Fahrwerksverbesserung, die wir bei meiner XS durch den Einbau erzielt haben, weniger durch die Lager selbst sondern mehr durch die Art entsteht, wie er diese eingebaut hat. Ein optimaler Einbau sieht so aus:

Die Lagerschalen (das sind die Ringe, in denen sich die Lager nachher drehen), werden entfernt. Danach werden die Lagersitze (also der Teil des Rahmens, in dem die Lagerschalen sitzen), mit einem speziellen Fräser von Hand ausgefräst und ZWAR IN FLUCHT ZUEINANDER. Dabei wird jeweils das andere Lager als Führung für den Fräser verwendet, der wird einfach von Hand gedreht - das genügt. Danach können die Lagerschalen ohne Druck und ohne Verspannung eingeklebt (nicht eingepresst!) werden. Das garantiert eine saubere, verspannungsfreie Führung der Gabel und führt zu einer deutlich spürbaren Fahrwerksverbesserung.

Danach wurde bei mir noch das Schwingenlager gewechselt und beim Einbau das Hinterrad in möglichst gute Flucht zum Vorderrad gebracht. Die Frage nach dem Ursprung der Fahrwerksverbesserung hat er beantwortet mit: Das allermeiste kommt vom Lenkkopflager - das Schwingenlager spielt keine so große Rolle.

Das ganze ist keine Hexerei - allerdings braucht man den speziellen Handfräser für den Lenkkopf. Wenn man den hat, dann würde ichs mir auch zutrauen, Lager so einzubauen. Danach war ich in jeder Kurve 20 km/h schneller unterwegs und hab das aber nur am Tacho gemerkt.

Persönliche Werkzeuge