Kupplung

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Die Kupplung macht aus verschiedenen Gründen ab und an Probleme:

  • Kupplungsrutschen wegen erlahmter Federn
  • Kupplungsrutschen wegen falschem Motoröl (MoS2-Zusatz, Vollsynthetik)
  • Kupplungsrutschen wegen verschlissener / verglaster Reib-Scheiben - Beläge
  • Kupplungsrutschen wegen festgegammelten Kupplungszug
  • Kupplungsrutschen wegen einer beliebigen Kombination der obigen Ursachen


  • Kupplung trennt nicht richtig, weil falsch eingestellt
  • Kupplung trennt nicht richtig, das Lager dahinter defekt ist
  • Kupplung trennt nicht richtig, weil sich Kerben im Korb gebildet haben
  • Kupplung trennt nicht richtig, weil die Stahllamellen wegen falscher Einbaurichtung haken

Da die Reibscheiben aus dem Zubehör mit den Federn nicht allzu teuer sind empfehle ich diese Vorgehensweise:

  1. Zug schmieren bis leichtgängig oder Ersetzen
  2. Sicherstellen, daß mineralisches Öl verwendet wird
  3. Keine Geräuschentwicklung im Stand bei gezogener / nicht gezogener Kupplung => Geräusche sind Hinweis auf Lagerdefekt!
  4. Kupplung frisch machen
    1. Evtl. Reibscheiben gemäß Herstellerangaben 24h in frisches mineralisches Motoröl einlegen (Empfehle ich DRINGEND!)
    2. Kupplung demontieren,
      1. man kann das Motorrad auf die linke Seite legen und dann gut arbeiten, ohne das Öl austritt... (Batterie vorher ausbauen!)
      2. wenn kein Haltewerkzeug vorhanden ist, braucht man einen Helfer, der bei eingelegtem Gang die Fußbremse tritt, habe das aber auch schon mit einer abenteuerlichen Konstruktion aus Hebeln und Gurten alleine hinbekommen...
      3. Die Einbaulage der Stahllamellen beachten (Vorne/Hinten siehe unten)
    3. Kupplungskorb auf Einkerbungen an den Stegen prüfen, diese evtl mit Schlichtfeile oder Ähnlichem beseitigen
    4. Kupplung wieder mit den neuen Scheiben und "richtiger Einbaulage" der Stahllamellen gemäß Repbuch mit neuen Federn wieder einsetzen und einstellen
    5. Auf den ersten Kilometern vielleicht auf heftige Belastungen verzichten...

Das Ergebnis ist normalerweise eine weiche, gut dosierbare Kupplung, die nicht rutscht oder hakt.

Stahllamellen, Einbaurichtung

Wenn die Kupplung nicht richtig gut trennt: Die Kupplungs-Stahllamellen (nicht zu verwechseln mit den Reibscheiben) sind an den Kanten an einer Seite abgerundet und auf der anderen Seite scharfkantig. Man kann zwar die scharfe Kante brechen/schleifen, aber so schön wie die Rundungen (die kommen wohl vom Stanzen) auf der anderen Seite sind kriegt man das nicht hin.

Vermutet wird, dass die Scheiben in Richtung der Rundung besser gleiten als in Richtung der scharfen Kante. Und das bedeutet, dass es ne Rolle spielt, wie rum sie eingebaut sind. Heute hab ich sie alle so gedreht, dass die Rundung nach innen (zum Motor) zeigt. Und prompt: Meine Kupplung trennt viel besser als zuvor - die XS schaltet sich folglich viel leichter.


Kupplung einstellen

Kupplungsspiel wird vorrangig nicht am Handhebel eingestellt, sondern unten am Drucklager der Kupplung. Stellschraube am Handhebel weit lösen, Deckel von der Kupplung abbauen, Sternschraubendreher auf den Ausdrückbolzen stecken und die Kontermutter lösen. Dann den Bolzen mit dem Schraubendreher bis zum Anschlag reindrehen und eine 1/4 Umdrehung wieder lösen, Mutter verkontern. Dann den Handbremshebel mit der Stellschraube so weit einstellen, das der Spalt am oberen Ende zwischen Hebel und Halter gut 3 mm Spiel hat. Fertig.

Persönliche Werkzeuge